Porta Catalunya im Gespräch zum aktuellen Immobilienmarkt an der Costa Brava
Geschrieben von Eschenbecher • Freitag, 26. Februar 2010 • Kategorie: NewsIm April 2009 ging Porta Catalunya als Masterlizenzpartner der Porta Mondial an den Start. Hier berichtet das Porta Catalunya-Team vom ersten Geschäftsjahr an der Costa Brava.

Porta Mondial: Wie beurteilen Sie für Ihr Gebiet die Geschäftsentwicklung im Jahr 2009?
Porta Catalunya: Da wir erst im April an den Start gegangen sind, haben wir wenig Vergleichsmöglichkeiten.
Wir konnten in dem 3/4 Jahr mit intensiver Arbeit viele Objekte für unsere Webseite www.portacatalunya.com akquirieren.
Porta Mondial: Wie haben sich die Objekt-Preise an der Costa Brava im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?
Porta Catalunya: Die Preise sind nicht mehr gestiegen. Preissenkungen fanden hauptsächlich bei Renovierungsstau, ungünstiger Lage sowie bei überhöhten Preisvorstellungen des Verkäufers oder Bauträgers statt.
Besonders betroffen sind Neubauprojekte für den inländischen Markt: kleine Reihenhäuser und Etagenwohnungen mit winzigen Zimmern, die am internationalen Trend vorbei gebaut wurden.
Porta Mondial: Aus welchen Ländern kommen Ihre Kunden?
Porta Catalunya: An der Costa Brava herrscht ein internationaler, bunter Mix. Wir erhalten Anfragen aus Spanien, Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland, Schweiz, England, USA, Russland, Finnland und Schweden.
Wobei die Engländer und Deutschen momentan mehr verkaufen und die Franzosen und Russen verstärkt als Käufergruppe auftreten.
Porta Mondial: Welche Immobilien waren 2009 am meisten gefragt?
Porta Catalunya: Da in der deutschen und französischen Presse von bis zu 30 % Preisnachlässen auf dem spanischen Immobilienmarkt geschrieben wurde, klafften Markt und Wunschvorstellung weit auseinander. Meist wurden Schnäppchen gesucht unter 300.000 Euro möglichst mit Meerblick usw. Das gibt es nicht an der Costa Brava, die noch immer mit sehr hohen Quadratmeterpreisen im spanischen Vergleich zu Buche steht.
Laut Immobilenportal fotocasa.es fielen die Immobilienpreise in Katalonien im Durchschnitt nur um 10 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. ("En Cataluña, el precio de los inmuebles ha caído un -10,9% en septiembre de 2009 respecto al mismo mes de 2008.")
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohneigentum in den teuersten Autonomiegebieten Spaniens laut Statistik von fotocasa.es von September 2009 (euros/m2):
País Vasco 3.850
Madrid 3.164
Cataluña 3.064
Navarra 2.663
Cantabria 2.656
Porta Mondial: Wie beurteilen Sie die Geschäftsentwicklung für 2010?
Porta Catalunya: Die Einstiegspreise und das vielfältige Marktangebot in Spanien locken nach zwei Jahren Finanzkrise wieder. Das Minuswachstum bei Neubauten und die Stagnation der Preissteigerungen im Luxusbereich machen den Markt weiter attraktiv. Preiskorrekturen finden auch zu Beginn 2010 vor allem wegen hoher Energiekosten, Renovierungsstau und ungünstiger Lage sowie überhöhter Preisvorstellungen von Verkäufern statt.
Dazu sind die Zinsen derzeit auf einem sehr tiefen Niveau, das könnte wieder stärker dazu animieren, sich seinen Traum von einer Immobilie im Süden endlich zu erfüllen. Wohneigentum in guter Lage bleibt eine geeignete Anlageform, auch als Baustein für die private Altersvorsorge. Somit werden gute Lagen weiterhin gefragt sein und entsprechende Preise am Markt erzielen.
Zunehmend werden Kaufentscheidungen auch von ökologischen Kriterien beeinflusst! Erneuerbare Energien, gut isolierte Fenster, Türen und Dächer, moderne Klimasysteme sowie ökonomische Wassernutzung stehen immer stärker im Fokus. Trotzdem gilt nach wie vor, dass eher die Lage als die Ausstattung der Immobilie den Preis bestimmt.
Dank Internet haben Interessenten international einen schnellen Überblick und vergleichen immer stärker Standortfaktoren und Preise. Im Vergleich zum internationalen Markt hat die Costa Brava nach wie vor ein sehr hohes Preisniveau, was eine eingeschränkte Käufergruppe nach sich zieht. Hier punkten dann die Nähe zu Barcelona, die gute Erreichbarkeit international und die traumhafte Landschaft mit einer Verbindung von Meer und Gebirge.
Schnäppchenjäger müssen heute schnelle Entscheidungen treffen. Besonders günstige Angebote in puncto Preis - Leistung sind nach wie vor selten und natürlich sehr gesucht. „Out“ sind Schlechte Lagen und kleine Grundstücke. „In“ dagegen Bungalows mit großem Grundstück, Garage und Meerblick oder gut sanierte Masias (Fincas) mit viel Land in Meeresnähe.
Porta Mondial: Was wird den Immobilienmarkt an der Costa Brava 2010 noch beeinflussen?
Porta Catalunya: Um eine unkontrollierte Bebauung der Küstenstreifen zu verhindern, trat 1988 das spanische Küstengesetz, das „ley de costas“, in Kraft. Dieses unterteilt die Küstengebiete in drei Zonen: das Meeresufer, die daran anschließende Schutzzone und die sog. Einflussnahmezone. Alle drei Gebiete unterliegen Beschränkungen hinsichtlich der Bebaubarkeit und Nutzung.
Während das Gesetz zunächst jedoch praktisch keine oder nur geringe Bedeutung erlangte, ist dies zwischenzeitlich anders geworden. 2010 stehen hier an der Costa Brava dazu Entscheidungen an. Betroffen ist besonders Empuriabrava mit seinen Kanälen und Santa Margarita (Roses). Die neuen Maßgaben werden den Immobilienmarkt sicher beeinflussen.
Porta Mondial: Was gibt es Neues auf portacatalunya.com?
Porta Catalunya: Wir erweitern unser Portfolio fast täglich. Dazu unser neuer Katalonien-Blog mit aktuellen Themen rund um die Costa Brava und Barcelona! Joe und Birgit Liebscher bloggen hier über "das Leben in Katalonien". Wir freuen uns über Kommentare... nos leemos!

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